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Donnerstag, 8. Oktober 2015

Donnerstags-Desaster #1

Von Trollen, Traumprinzen und anderen Dating-Desastern

Es heißt ja immer, man muss viele Frösche küssen, um „den Richtigen“ zu finden.
Klingt auch logisch soweit, es ist ja schließlich unwahrscheinlich, dass man alle naselang jemanden trifft, den man toll findet (inside and out) und der dann glücklicherweise dasselbe denkt.
Na gut, nach der Trennung von meinem Ex-Schatz beschloss ich also, eine Runde durch den Dating-Weiher zu waten, um ein paar potentielle Fröschlein zu finden. Zugegeben, ich hab's mir leicht gemacht und eine dieser endlosen Dating-Apps zu Rate gezogen - damit klappt Kerle-Kennenlernen als mittelprächtiges Weibchen relativ gut. Ich habe auch das leise Gefühl, dass die meisten dort nicht allzu wählerisch unterwegs sind, aber für den Anfang genau richtig. Also: There you go, girl!

Eines kann ich mittlerweile sagen: In der Regel wird aus den meisten Fröschen auch nach dem siebzehnten Kuss kein Prinz, aber dafür gibt es immer wieder nette Geschichten, die ich im Folgenden gerne (zu Lehrzwecken oder zum allgemeinen Amüsement) mit euch teilen möchte.

Und dieses ganze Dating-Ding ist ja auch irgendwie spannend; ich liebe das Gefühl vor jedem Date: Wenn es im Bauch kribbelt, während man stundenlang im Bad steht, wirr durch die Wohnung wuselt und mindestens acht mal das Outfit wechselt. Ich persönlich ringe dabei permanent mit mir, ob es wohl klug wäre, vielleicht doch ein Minigläschen Wein zu trinken, oder ob ich dann wie ein kontaktscheuer Alkoholiker wirke. (Na gut, kann sein, dass dies nicht zum üblichen Prä-Date-Wahnsinn gehört, aber ich mag auch einfach Wein.) Alles im Zeitraffer natürlich, damit ich am Ende doch viel zu früh fertig bin und unruhig durch die Gegend tigere. Mein Mitbewohner kann davon ein Liedchen singen: „Meinst du, ich sollte lieber das schwarze Oberteil anziehen, oder das in beere? Eigentlich mag ich die blaue Bluse, aber da ist der Ausschnitt sehr tief, oder? Ich will ja nicht, dass er denkt, ich bin leicht zu haben.“ Obwohl der arme Kerl wahrscheinlich schon beim quasi-Fremdwort „Beere“ abgeschaltet und meinen Monolog gar nicht richtig verfolgt hat, bin ich super glücklich, ihn zu haben. „Du siehst doch gut aus, zieh' einfach das an, worin du dich wohl fühlst.“, DANKE! Meistens fühle ich mich auch ganz okay, wenn ich aus dem Haus gehe. Meistens.
Neulich zum Beispiel wäre ich fast durchgedreht, das passiert mir für gewöhnlich nicht. Ich bin eigentlich echt „cool“ - also verhältnismäßig. Problem: Der Typ war einfach cooler. Ich stand also vor seiner Tür, vollkommen aus der Puste (4. Stock!), habe gezittert wie Espenlaub und wäre am liebsten aus dem Fenster gehüpft. Das ging natürlich nicht, wie gesagt, ich befand mich mit hochrotem Kopf und Atemnot im 4. Stock. Am Ende war es gar nicht so schlimm, ein fabelhaftes Starwars-Date, inklusive Lichtschwert-Kampf und grandiosem ersten Kuss. Sah gut aus, wirklich.
Danach bin ich NATÜRLICH durchgedreht und die ganze Geschichte ging ziemlich rasant den Bach runter, aber dazu später mehr.

Generell kann ich also sagen, ich bin ein großer Fan von Dates. Und ich find' Männer im Allgemeinen prima, ehrlich! – mein Problem ist nur, dass ich sie nicht verstehe.
 
 
Fee

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