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Donnerstag, 22. Oktober 2015

Donnerstags-Desaster #3

Meine große Schwäche

Ich habe ja versprochen, euch Details der Starwars-Story nachzuliefern, beziehungsweise dazu, wie ich die Kiste volle Kanne gegen die Wand gefahren hab'.
Das mache ich natürlich sehr gern, vielleicht erkennt die eine oder andere sich ja hier wieder und kann aus meinen Fehlern lernen. Ich nehme mir das auch jedes mal vor, aber so richtig klappen mag das einfach nicht.
Bei Mr. Starwars und mir lief es eigentlich toll. Ich fand ihn unglaublich hübsch, sein Charakter hat mich beeindruckt und es war ein so schönes Gefühl, abends in seinem Arm einzuschlafen. Wir haben viel gelacht und herumgealbert, Starwars geguckt und dabei geknutscht – Rosarote perfekte zwei Wochen. Ich hätte sofort sabbernd mit dem Kopf genickt, wenn er mich als „feste Freundin“ angefragt hätte. Wäre ja eigentlich auch die logische Konsequenz gewesen – dachte ich.
Aber so lange ich nicht sicher sagen kann, was genau das ist, habe ich eben Zweifel und Angst, dass es eben doch nicht klappt.
Darum geht es heute um diese fiese „Schwebephase“ (so nenne ich die Phase, in der man keinen blassen Schimmer hat, worauf der Partner eigentlich aus ist). Die Zeit, in der ich persönlich pausenlos mein „Wie glaubst du denn, geht es mit uns weiter?“ runterschlucke, bis ich schließlich Bauchweh bekomme. Und eine Heidenpanik noch dazu, das kann ich euch sagen – diese Ungewissheit macht mich schier verrückt.
Wenn ich merke, dass ich jemanden überdurchschnittlich mag (und das war bei Mr. Starwars absolut der Fall!), fange ich an, alles, was er sagt aus jeder nur möglichen Sichtweise zu beleuchten und werde super kritisch. Jede Sekunde, die er zu lange braucht, um zu antworten, deute ich als Desinteresse, jeder Smiley wird analysiert – und wehe, es ist gar keiner dabei! Dann werde ich nörgelig oder schreibe betont eiskalt zurück; manchmal sogar mit „Punkt“.
Dass Mr. Starwars dann ganz plötzlich kaum noch geschrieben und keine weiteren Treffen arrangiert hat, hat dann endgültig mein Misstrauen geweckt. Ich hatte das Gefühl, als würde mir die ganze Geschichte aus den Händen gleiten. Und dann bin ich panisch geworden. Ich sitze dann für gewöhnlich tattrig vorm Handy und starre auf den Bildschirm, während dieses gehässige „Zuletzt online“ mich in den Wahnsinn treibt. Wenn er dann doch schreibt, bin ich sofort zur Stelle, aus Angst, ich könnte sonst desinteressiert wirken. Ich kenne das schon von mir und nehme mir jedes mal vor, beim nächsten Mal ruhiger zu bleiben.
Schließlich mag es kein Kerl gern, wenn man drängelt und ihn sofort festnageln will, das weiß ja jedes Kind. Ja, eigentlich weiß ich das auch. Mir will nur nicht einleuchten, dass man nach zwei Wochen intensivem Kontakt keine Tendenz sehen kann. Ich als Mädchen habe mir schon mindestens drei mal ausgemalt, wie er meine Eltern kennenlernt und wie hinreißend wohl unsere Kinder aussehen würden.
Und als ich schließlich gefragt habe, ob er eine Zukunft sieht, wollte ich wirklich nur ein Statement und keinen Verlobungsring ... man wird ja wohl mal nachhaken dürfen. Das war aber wohl keine sehr gute Idee, denn heute, knapp drei Wochen später, sitze ich hier und bin „singler“ denn je.
„Darüber habe ich mir noch nicht im Ansatz Gedanken gemacht, mir gefällt es so ganz gut, aber weiter habe ich echt noch nicht gedacht.“, na vielen Dank auch. So endet also meine Starwars-Story, schade drum!
Und die Moral von der Geschicht': Panik schiebe besser nicht.
 
 
Fee

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