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Donnerstag, 29. Oktober 2015

Donnerstags-Desaster #4

Das Blaue vom Himmel ...
 
Ein romantisches Wochenende in Paris, ein Kurztrip an einen Ort meiner Wahl inklusive Verpflegung und eigenem Mixtape und ein selbst designter Rucksack, das sind nur ein paar der Dinge, die mir im Laufe meiner Datingkarriere schon inbrünstig versprochen, aber nie realisiert worden sind – Mensch Jungs, es ist okay, wenn ihr uns nicht gleich jeden Wunsch von den Augen ablest, und in jedem Fall besser, als gleich beim ersten Date das Blaue vom Himmel zu versprechen.
Mal ehrlich, wo lernen sie das bloß, so schöne Hirngespinste und Luftschlösser zu bauen? Ich wette, es gibt Online-Kurse, die detailliert erklären, wie man Mädels mit fadenscheinigen Versprechungen aus der Reserve lockt, vielleicht sogar das eine oder andere dankbare Küsschen abstaubt. Denn klar, wer sogar mit einem verreisen will, oder sich die Mühe macht, extra etwas zu entwerfen, der muss es ja ernst meinen! Inzwischen weiß ich, dass bei solch großen Plänen eine gewisse Skepsis durchaus angebracht ist. Klar ist es süß, sich irgendwelche romantischen Ausflüge auszudenken, aber bevor Datum und Destination nicht feststehen, bin ich nicht überzeugt.
Da fällt mir spontan ein junger Mann ein, mit dem ich mich vor einiger Zeit verabredet habe ...
„Ach ja, Paris, das wäre doch eine Sache, die wir zu zweit machen könnten, hast du Lust?“, sprachs und meldete sich nach dem Date noch genau ein Mal. Und zwar, um mir zu sagen, dass ich zwar toll sei, im Moment aber nicht der richtige Zeitpunkt für was Festes. Ja MERCI dafür, CRETIN! Das habe ich natürlich nicht gesagt, ich beherrsche ja gepflegte und gemäßigte Umgangsformen. Aber trotzdem wäre es besser, erst zu überlegen, ob man sich wirklich vorstellen kann, schon so langfristig zu planen. Aber der Kerl war sowieso ganz große Klasse in wahnwitziger Zukunftsplanung – total gerne hätte er mit mir meine Heimatstadt und meine Eltern besucht, außerdem wäre eine gemeinsame Sprachreise doch super schön. Das möglichst baldige Wiedersehen nicht zu vergessen. Im Nachhinein hätte ich vielleicht schon während des Treffens stutzig werden können. Einen so wenig bindungsphobischen Mann gibt es wohl höchstens im Film (in den guten natürlich, die mit Happy End und einem horrenden Taschentuchverbrauch). Aber ich bin da wahrscheinlich wie die meisten Mädels: Ich möchte einfach glauben, dass sie es ernst meinen.
Und an sich ist das auch kein schlechter Ansatz; Misstrauen bringt uns ja nicht weiter, schließlich sollte man sich dem anderen öffnen und Vertrauen schenken, wenn man wirklich interessiert ist. Ein kleines bisschen Vorsicht ist vielleicht geboten, wenn die werten Herren anfangen, bodenlose Versprechungen zu machen, aber wer weiß, vielleicht müssen wir ihnen auch nur eine Chance geben, und etwas Zeit. Tatsächlich könnte es sogar sein, dass der Kurztrip beizeiten stattfindet. Der Typ gibt sich nämlich wirklich Mühe und hat (AHA!) beim letzten Treffen sogar eingeschnappt angemerkt, dass ich mich „echt ganz schön wenig melde …“ - dabei wusste ich bis dato nicht einmal, das Männer so etwas überhaupt wahrnehmen. Das „Hängerprinzip“ zieht also doch. Aber dazu nächste Woche mehr.
Abschließend lässt sich also sagen, dass es nicht schaden kann, das eine oder andere, was unsere Fröschlein auf ersten Dates von sich geben, nicht sofort für bare Münze zu nehmen, sondern entspannt mit solchen Träumereien umzugehen. Und falls sich doch einer von euch Jungs auf diese Seite verirrt haben sollte: Immer schön den Ball flach halten und das Blaue am Himmel lassen!
 
 
Fee

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