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Donnerstag, 17. Dezember 2015

Donnerstags-Desaster #10

Bedtime Stories

Ihr seht es schon am Titel: Jetzt wird’s so richtig schlüpfrig hier auf dem Blog …
Keine Sorge; Bevor es ans Eingemachte geht, wollen wir uns erst einmal besser kennenlernen. Und trotzdem geht es heute um eine Thematik aus dem Genre „Zwischen den Laken“, die mir auf der Zunge brennt - Das gemeinsame (Ein-)Schlafen.
Das gestaltet sich manchmal schließlich gar nicht so einfach: Mal schnarcht der Angebetete wie ein Holzfäller im Vollrausch, mal wühlt er sich des Nachts quer durchs Bett oder aber er bemächtigt sich einfach aller Decken und Kissen, die das Bett zu bieten hat. Ein bisschen Geschnarche ist ja in Ordnung, niemand ist perfekt aber ich habe da schon Dinge erlebt, da stehen einem die Haare zu Berge. Zum Beispiel diejenigen, die gar nicht schlafen wollen, sondern sich lieber an meinem Prachtposchi schubbern oder auf Tast-Offensive gehen, sobald das Licht gelöscht wird. Ich hab generell nichts gegen Anzeichen von körperlicher Zuneigung aber doch nicht wenn ich schlafen will, verdammt!
Es gibt natürlich auch die super angenehmen murmeltiergleichen Typen, die, einmal eingeschlummert, quasi versteinern und kaum noch wahrzunehmen sind. Scheint allerdings eine seltene Spezies zu sein - Ich zumindest konnte bisher kaum solche Exemplare aufspüren.
Ist die Holzfäller-Problematik erst geklärt, bleibt immer noch die Sorge um etwaige nächtliche Fehltritte der eigenen Person. Ich zum Beispiel rede manchmal im Schlaf, gerne auch auf Französisch und wenn ich erkältet bin, kann es passieren, dass ich friedlich vor mich hin schnorchele. Nicht so sexy. Vor allem muss ich immer hoffen, dass ich nicht gerade von Channing Tatum oder meinen Verflossenen träume, falls mein Nachbar doch zuhören sollte. Tatsächlich frage ich mich ab und zu, ob mir Mr. Starwars gegenüber wohl im Schlaf etwas herausgerutscht ist, was er besser nicht gehört hätte und er deswegen reißaus genommen hat. Der zum Beispiel war ein traumhafter Bettpartner: Vor dem Einschlafen hat er mich in den Arm genommen, sich dann kaum mehr bewegt und als ich nachts Pipi musste, hat er ganz erschrocken gefragt, ob ich gehen wolle. Zum Knutschen, ehrlich.
An dieser Stelle folgt ein Geständnis meinerseits: Ich finde, es gibt auf der ganzen weiten Welt keine bessere Sache, als nachts aufzuwachen und der Partner nimmt die eigene Hand und hält sie ganz fest. Dabei wird mir regelmäßig ganz warm ums Herz.
Zugegeben, ich bin auch kein ganz einfacher Schlafpartner: Höchst ungern gebe ich meine recht platzintensive Wohlfühl-Stellung (Auf der Seite liegend, ein Bein aus der Decke gestreckt) auf, schließlich möchte ich ja trotz Zuwachs gemütlich liegen. Aber für ganz besonders tolle Typen macht man doch gerne Abstriche und notfalls auch nächtelang kein Auge zu.
Woran liegt es bloß, dass es mit manchen einfach klappt und man sich auf Anhieb wohlfühlt, während andere uns durch ihre bloße Anwesenheit schlaflose Nächte bescheren?
 
Dann dreht man sich hin, her und wieder zurück – In der ständigen Angst, man könne den werten Herrn, der meist nach wenigen Sekunden friedlich schläft, irgendwie stören.
Dann ist es erst kochend heiß im Bett (warum sind die meisten Typen denn bloß solche Heizkörper?) und kaum hat man es endlich geschafft, sich aus der Decke zu wickeln, ohne den anderen dabei aus dem Schlaf zu boxen, fängt man an zu frieren. Wirklich, das gemeinsame Schlafen ist schon eine Wissenschaft für sich.
Anfangs dachte ich, die Tatsache, ob man gut neben jemandem schläft, sei ein Indikator dafür, ob derjenige auch längerfristig was taugt aber diese unter Umständen doch recht frustrierende These hab' ich inzwischen verworfen.
Vielmehr glaube ich, dass man sich manchmal einfach an den anderen gewöhnen muss, gerade, wenn man lange Zeit das Bett in seiner ganzen Pracht für sich allein hatte.
Kein Grund also, gleich die Flucht zu ergreifen, wenn die erste Nacht nicht der Himmel auf Erden ist. Und sollten doch alle Stricke reißen, mein Notfall-Geheimtipp: Zwei Gläser Rotwein vorm Zähneputzen wirken wahre Wunder.


Fee

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