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Donnerstag, 11. Februar 2016

Donnerstags-Desaster #14

Schiffe Versenken
 
Bei mir ist im Moment echt der Wurm drin. Natürlich nicht im wahrsten Sinne des Wortes, das wäre schon ein unwahrscheinlicher Fortschritt – Nein, mein Liebesleben gleicht derzeit einem Acker in der Dürreperiode.
 
Ich habe wirklich gehofft, dass ich mit dem Käpt'n endlich mal einen anständigen Kerl gefunden hätte, aber dem ist definitiv nicht so. Bei Neptun, warum muss denn immer alles so kompliziert sein?
Ich finde, der Termin für ein solches Wochenend-Rendez-vous sollte bis Freitagabend, spätestens aber Samstag im Laufe des Tages stehen. Als dann nachmittags noch immer kein Statement kam, war ich ein wenig muksch – Schließlich habe ich mich ehrlich auf das Treffen mit dem Blaubären gefreut, die halbe Woche nur Rohkost gegessen und mich viel öfter als gewöhnlich in die gefährlichen Gefilde des Fitnessstudios begeben, nur um bei unserer ersten Begegnung halbwegs vorzeigbar zu sein.
Halb Trotz, halb verzweifelter Versuch, die Situation zu retten, habe ich ihm dann ein Bild von Nessis und meinen vorzüglichen Kaffeespezialitäten inklusive Latte Art geschickt, das provokativ verkündete: „Also schmeckt auch ohne dich ganz gut ;)“. Im Nachhinein vielleicht nicht gerade die klügste Idee, gerade in Anbetracht der Tatsache, dass ich – Trotz des regelmäßig gehässig aufleuchtenden online
– keine Antwort erhalten habe. Schadé
So ganz stimmt das allerdings auch nicht; Denn es folgte tatsächlich eine Antwort, Dienstagmorgen nämlich, um 09:37 : „Das ist schön, wäre auch schlimm wenn nicht!“, sprachs und schaffte es auch noch, sowohl Daumen als auch Lach- und Zwinkersmiley einzubauen.
Da hatte ich allerdings seine Nummer schon gelöscht, um zumindest nicht ständig an diesen Korb hoch hundert erinnert zu werden. Nachdem mir um 09:51 noch immer die Worte fehlten (was ich mir wirklich nur in den seltensten Fällen passiert), beschloss ich, auf eine Antwort zu verzichten und um 09:54 war die Nummer wieder gelöscht.
Nicht, dass ich bis dahin nicht mindestens siebzehn Antwort-Alternativen im Stillen formuliert, diese dann gegeneinander abgewogen und schließlich verworfen hätte. Mal ehrlich, eigentlich verdient eine so gemeine Aussage auch keine Rückmeldung. Weder fürsorgliche Fragen nach etwaigen Faux-pas der eigenen Person noch kecke Konter.
Und auch jetzt, fast eine Woche später, scheint mir des Käpt'ns Antwort nichts anderes als ein fieses „
In your face, bitch!
“.
Mein ehemaliger Mitbewohner und königlicher Berater, von dem ich in vergangenen Texten bereits erzählt habe, sagt, eine solche Antwort geschähe mir recht, so kindisch, wie ich mich verhalten hätte. Dabei war meine Nachricht eigentlich viel mehr witzig als vorwurfsvoll-pissig gemeint; Nessi und ich jedenfalls haben lautstark über die Idee gelacht. Mit einer solchen Reaktion hätte ich im Traum nicht gerechnet und ich finde wirklich schade, dass wir uns nun niemals sehen werden, weil ich das Gefühl hatte, dass es zwischen uns ziemlich gut gepasst hätte.
Hier endet nun wohl oder übel die Geschichte von Käpt'n Blaubär und mir – Schiffe versenken ging noch nie so einfach.
 
Dafür krabbeln zur Zeit beinah täglich irgendwelche Verflossenen aus ihren Löchern, die scheinbar furchtbar gerne eine zwanglose Romanze unterhalten möchten. Dabei würde ich von mir selber wirklich nicht behaupten, eine grandiose Liebhaberin zu sein und bin zudem schon rein theoretisch zu emotional für so etwas. So stellt sich mir die Frage, was die jungen Herren zu derartigen Überlegungen bewogen haben mag, aber dazu nächste Woche mehr.


Fee

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